Zwei Schwerverletzte an der B 19 bei Simmringen
Igersheim/Simmringen. Ein schwerer Verkehrsunfall rief am Samstagnachmittag, gegen 16 Uhr, zahlreiche Feuerwehr- und Rettungskräfte auf den Plan. Selbst der SAR-Bundeswehr-Rettungshubschrauber aus Niederstetten eilte herbei. Die Unfallstelle lag am Ortsrand von Igersheim-Simmringen, direkt an der B19. Die Bundesstraße wurde voll gesperrt.
Der Redaktion berichtete der Igersheimer Feuerwehr-Kommandant Paul Dezonsk, der auch Einsatzleiter vor Ort war, von einer schwierigen Bergung der beiden Unfallopfer, die in ihrem VW eingeklemmt wurden. Nach ersten Informationen geriet der VW wohl alleinbeteiligt bei bestem Wetter auf dem Weg von Euerhausen Richtung Bernsfelden nach rechts von der Bundesstraße ab. Er fuhr laut Dezonsk eine Böschung hinab und noch gut 300 Meter mit hohem Tempo weiter, streifte einen Baum und krachte in einen großen Holzstapel neben einer Scheune.
Der Wagen kam auf der Seite zum Liegen, so dass die Einsatzkräfte das Glasschiebedach entfernten, um besser arbeiten zu können. Die beiden älteren Insassen, ein 82-jähriger Mann und eine 87-jährige Frau, wurden schließlich durch den Kofferraum nacheinander herausgeholt. Die Frau als Beifahrerin lag aufgrund der Seitenlage des Unfallfahrzeugs auf dem Fahrer. Sie wurde zuerst befreit.
Auto musste stabilisiert werden
„Wir mussten das Auto seitlich stabilisieren, damit es nicht komplett umkippt“, erklärte Dezonsk und lobte das gute Zusammenspiel der Freiwilligen Feuerwehren. Sowohl die Kameraden aus Bütthard rückten an als auch die Feuerwehr-Abteilungen Igersheim, Harthausen und Bernsfelden. Zwei Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Bad Mergentheim mit speziellem Rüstzeug unterstützten die Rettungsmaßnahmen wenige Meter neben der Bundesstraße.
Dezonsk teilte auf Nachfrage noch mit, dass man von einem beteiligten zweiten Fahrzeug nichts wisse. Jürgen Friedel, der stellvertretende Kreisbrandmeister, fügte daraufhin noch an, dass man nach den ersten Erkenntnissen „von einem medizinischen Notfall“ im Fahrzeug als Unfallursache ausgehe, da der VW – nachdem er von der B19 abgekommen war – noch die genannten 300 Meter mit erheblicher Geschwindigkeit über einen landwirtschaftlichen Weg und zudem eine Wiese fuhr, ehe er vom Holzstapel gestoppt wurde.
Zwei Rettungswagen des DRK plus ein Notarzt sowie zusätzlich der SAR-Rettungshubschrauber kümmerten sich um die Schwerverletzten. Die Polizei nahm den Unfall auf. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf 12.000 Euro. Die B19 musste für die Rettungsmaßnahmen für ca. eine Stunde gesperrt werden. Insgesamt seien 65 Einsatzkräfte beteiligt gewesen, so die Polizei.
Text: Fränkische Nachrichten Sascha Bickel, Bilder: Freiwillige Feuerwehr Igersheim




